Guter Besuch bei Veranstaltung der Freien Wählergemeinschaft
„Die
Otto-Chemie befindet sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in
Deutschland wieder auf Wachstumskurs“. Dieses erfreuliche Fazit konnte Johann
Hafner, Geschäftsführer der Otto-Chemie in Fridolfing anlässlich einer
Informationsveranstaltung ziehen, die auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft
kürzlich im Gasthaus Gruber stattfand.
Egon
Kraus, Vorstand der Freien Wählergemeinschaft, konnte unter den zahlreichen
Besuchern Altbürgermeister Eugen Stadler, den amtierenden 3. Bürgermeister
Georg Reitinger und den Vorsitzenden des Gewerbeverbands Fridolfing, Robert
Aigner, begrüßen. Der gute Besuch, so Kraus, zeige das vorhandene Interesse
der Fridolfinger Bürger an Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen. Die
Freie Wählergemeinschaft Fridolfing e.V., seit Februar ein eingetragener Verein
(wie berichtet), wird deshalb regelmäßig zu Veranstaltungen einladen, bei
denen eine objektive und parteiunabhängige Information der Gemeindebürger im
Mittelpunkt steht. Die erfolgreiche Auftaktveranstaltung im Herbst letzten
Jahres, die Besichtigung des Salzachdammes, findet seine Fortsetzung mit der
Vorstellung der Otto-Chemie, eines mittelständischen Industriebetriebes. Ein
Wirtschaftsthema, das vor dem Hintergrund der schleppenden Konjunktur, hoher
Arbeitslosenzahlen, schrumpfender Gewerbesteuereinnahmen und schwieriger
Finanzlage vieler Kommunen sehr aktuell ist. Die allein in Fridolfing Ende März
gemeldeten 100 Arbeitslosen (aktuelle Zahlen Arbeitsamt Traunstein),
nachlassende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und ein besorgniserregender
Anstieg fehlender Lehrstellen lassen eine schwierige Entwicklung auch in unserer
heimischen Region erwarten. Wie sieht sich nun ein leistungsstarker, ortsansässiger
und international tätiger Industriebetrieb wie die Otto-Chemie in diesem
schwierigen Umfeld?
Die
Otto-Chemie, 1881 von Hermann Otto gegründet und seit 1973 in Fridolfing, ist
ein konzernunabhängiger Mittelständler und gehört heute zu den europaweit führenden
Herstellern hochwertiger Dicht- und Klebstoffe. Die Produkte kommen sowohl in
der Baubranche als auch in der Industrie zum Einsatz.
Trotz Krise gut behauptet
Die
Entwicklung der letzten Jahre ist durch viele bauliche Erweiterungen auf dem
Betriebsgelände und schnelles Wachstum geprägt. Der Umsatz beträgt heute ca.
45 Mio Euro (z. Vgl. 7 Mio Euro in 1985), wobei 80% in Deutschland und 20% im
Ausland erreicht werden. Trotz sehr schwieriger Marktverhältnisse und einem
sehr harten Wettbewerb auf dem Bausektor konnte die Otto-Chemie im Jahr 2002
nach 2 schwächeren Jahren wieder ein leichtes Umsatzwachstum erzielen und einen
gleichbleibenden Gewinn erwirtschaften. Das Wachstum resultiert vor allem aus
einer Ausweitung des Exports und steigender Marktanteile im Industrie-Sektor.
Dieses Ergebnis zeige, so Geschäftsführer Johann Hafner, die Richtigkeit der
Investitionen in den letzten Jahren, weil dadurch die Wettbewerbsposition
deutlich verbessert werden konnte. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen,
dass die Firma gegen den Trend sehr viel in Mitarbeiter investiert hat, was sich
heute schon auszahle. Die Otto-Chemie beschäftigt derzeit einschließlich des
Außendienstes 245 Mitarbeiter.
Anwendungen – vom Hausbau bis zur Raumfahrt
Die Produktstrategie konzentriert sich auf hochwertige Spezial-Dicht- und Klebstoffe, die unter den Markennamen OTTOSEAL® und OTTOCOLL® verkauft werden. Das Hauptanwendungsgebiet liegt hierbei in der Baubranche zum Dichten und Kleben von Baustoffen wie Keramik, Fliesen, Glas, Metallen, Holz, von Fenstern und Türen, im Sanitärbereich, bei Bodenbelägen usw. Neue Anwendungen beweisen das hohe technische Know How der Otto-Chemie: z. B. Spezial-Klebstoffe für Solar- und Photovoltaik-Anlagen, Großaquarien, aber auch Spezial-Produkte für das Zusammenfügen von Mobiltelefonschalen, für Anwendungen im Caravan-Bau und in Haushaltsgeräten wie Backöfen oder Cerankochfeldern. Das Ariane-Projekt ist hierbei das uneingeschränkte Highlight, da an Anwendungen in der Raumfahrt außerordentlich hohe Anforderungen gestellt werden. Johann Hafner betonte an dieser Stelle, dass sich die Otto-Chemie nicht in Konkurrenz zu billigen Do-it-yourself-Dicht- und Klebstoffen sieht und ganz bewusst keine Baumärkte beliefert.Hohe Umweltverträglichkeit der Produkte
Seit
Dezember 2002 ist das Qualitätsmanagementsystem der Otto-Chemie nach der geänderten
DIN EN ISO 9001 zertifiziert, in welcher der Firma konsequente Anwendung
prozessorientierter Denkweise in allen Unternehmensfunktionen – von der
Entwicklung, über Materialbeschaffung bis zur Auslieferung – bescheinigt
wird. Eine neue Qualitätsphilosophie, so Johann Hafner, die das bis dahin übliche
„Abteilungsdenken“ weitgehend abgelöst hat. Auch wird sehr viel Augenmerk
auf höchstmögliche Umweltverträglichkeit der Produkte gelegt, was mit dem
Umweltzertifikat DIN EN ISO 14001 bescheinigt wird. Dies wird auch durch mehrere
positive Prüfberichte in der Zeitschrift Öko-Test untermauert, worauf ein
Chemie-Unternehmen durchaus stolz sein darf.
Abschließend
erklärte Johann Hafner, dass seit kurzem neue Wege im Marketing gegangen
werden: die Öffentlichkeitsarbeit, auch durch Presseberichte, werde deutlich
verstärkt, im Sinne eines einheitlichen Marktauftritts werde die Marke OTTO stärker
als bisher in den Vordergrund treten und dementsprechend die Produktlinien unter
den Markennamen OTTOSEAL® und OTTOCOLL® vertrieben.
Abschließend
bedankte sich Egon Kraus im Namen der Freien Wählergemeinschaft für den guten
Besuch und die sehr aufschlussreiche Präsentation.